SoRGSAM

Stresserleben und Gesundheitsverhalten im Medizinstudium und der ärztlichen Weiterbildung

Studierende schreiben

Hintergrund

Untersuchungen zu psychosozialen Belastungen von Medizinstudierenden kommen zu dem Ergebnis, dass die Prävalenz für psychische Erkrankungen bei diesen Studierenden höher ist als in der Normalbevölkerung. Insbesondere die Prävalenz für depressive Erkrankungen sowie Angst- und Abhängigkeitserkrankungen ist erhöht. Außerdem konnte eine erhöhte Stressbelastung und eine höhere Prävalenz von psychischen Erkrankungen bei jungen Ärztinnen und Ärzten, v.a. im primärärztlichen Bereich, gezeigt werden.

Unklar sind bisher die Faktoren, die zu psychosozialer Belastung führen. Einige Untersuchungen weisen darauf hin, dass das zu leistende Arbeitspensum, Schwierigkeiten bei Examina, die Finanzierung des Lebensunterhalts sowie psychische Probleme eine entscheidende Rolle spielen. In anderen Untersuchungen wurden der Mangel an vertrauensvollen Beziehungen (z.B. Partnerschaft, Freundschaften, kleines soziales Netzwerk), Selbstzweifel bezüglich der Berufswahl sowie Konkurrenz als relevante Einflussfaktoren gesehen.


Ziele

Ziel dieses Projektes ist, die empfundene Stressbelastung und dazugehörige Bewältigungsmuster im Medizinstudium und in der ärztlichen Weiterbildung zu erfassen. Aus den Ergebnissen sollen im späteren Verlauf konkrete Interventions- und Handlungsmaßnahmen entwickelt werden. Das Projekt dient weiterhin dazu, die Inhalte im Studium an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie in der ärztlichen Weiterbildung kritisch zu reflektieren und in Zukunft bedarfsgerecht anpassen zu können.

 

SoRGSAM - Kontakt

Ansprechpartner:

Dr. Kambiz Afshar

Tel.: +49 511 532-5855 oder -2744

E-Mail: afshar.kambiz@mh-hannover.de

 

Anschrift:

Medizinische Hochschule Hannover

Institut für Allgemeinmedizin

Carl-Neuberg-Straße 1

30625 Hannover