NOCA

Nicht-verwandte Fürsorgende unheilbar erkrankter Menschen: Erfahrungen, Bedürfnisse und Beitrag zur Versorgung

Hintergrund

Nicht-verwandte Personen aus der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis leisten neben oder anstelle von Familienmitgliedern mitunter umfangreiche Fürsorge für Menschen in Situationen am Lebensende. In der Literatur finden sich kaum Hinweise zu den Erfahrungen, Belastungen und Bereicherungen nicht-verwandter Fürsorgender. Diese nicht-verwandten Personen können beispielsweise Bekannte, Freundinnen und Freunde oder Nachbarinnen und Nachbarn sein. Klassische Beratungsangebote und informative Vorträge und Schulungen richten sich häufig an Angehörige, nicht aber an nicht-verwandte Personen.


Copyright: Pixabay_alanajordan/Institut für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin/MHH

Ziele

In diesem Projekt möchten wir der Frage nachgehen, in welchem Umfang nicht-verwandte Personen einen Beitrag zur Versorgung von Menschen am Lebensende leisten.

  • Welche Erfahrungen machen diese nicht-verwandten Personen dabei?
  • Welche Belastungen erleben sie?
  • Welche Bereicherung bringt die Fürsorgeaufgabe mit sich?
  • Welche Bedürfnisse und Wünsche an Unterstützungsangeboten haben sie?

Methoden

In einem ersten Schritt werden wir nicht-verwandte fürsorgende Personen mittels eines Fragebogens zu ihren Belastungen, Bereicherungen, ihrem psychischen Wohlbefinden und ihren Bedürfnissen befragen. Zudem werden wir mittels des Fragebogens den Umfang ihrer Fürsorge und weitere demographische Daten erfassen.

In einem zweiten Schritt wird unser Kooperationspartner, die Palliativmedizinische Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, mit einer Auswahl von Personen mit unterschiedlichem Alter, Geschlecht, Herkunft, Schulbildung und Beschäftigungsverhältnis vertiefende Interviews zu deren Fürsorgetätigkeit, Motivation und Bedürfnissen führen.

 

Relevanz der erwarteten Ergebnisse

Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden wir nutzen, um ein Rahmenwerk zu erstellen, das die Besonderheiten der Situation, eine nicht-verwandte Person am Lebensende zu begleiten, aufzeigt. Das Rahmenwerk dient als Grundlage zur Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für nicht-verwandte fürsorgende Personen und wird weiteren Forschungsbedarf aufzeigen.

 

Förderung

Das Forschungsprojekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (Projektnummer 528683214; Projektlaufzeit: 01.07.2024–30.06.2026) mit einer Sachbeihilfe im Fachbereich Public Health, medizinische Versorgungsforschung und Sozialmedizin gefördert.

 

Konsortialpartner

NOCA ist ein Konsortialprojekt in Zusammenarbeit mit der Palliativmedizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen.

 

Sie unterstützen eine kranke Person in Ihrer Nachbarschaft oder im Freundeskreis? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und erzählen Sie uns Ihre Geschichte.

Unterstützen Sie das Projekt NOCA mit Ihren Erfahrungen.

Welche Unterstützung leisten Sie, in welchem Umfang und wie geht es Ihnen damit?

Wir suchen Personen, die bereit sind an einer Fragebogenerhebung und an einer Befragung/einem Interview teilzunehmen.

Bitte melden Sie sich unverbindlich bei Franziska Herbst (Kontaktdaten untenstehend), um mehr Informationen zu erhalten.

Reichen Sie auch gerne unseren Flyer (pdf) an andere interessierte Personen weiter.


Publikationen

Heckel M, Herbst FA. Non-kin caregivers of terminally ill people: Contributions, experiences, and needs: A protocol for a mixed-methods study. PLoS ONE. 2024; 19(6): e0306282. (PLoS ONE)

 

Lageplan der MHH
Copyright: MHH

NOCA – Kontakt

PD Dr. Franziska Herbst (Projektleitung)

Catharina Münte, M.A. (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

 

NOCA – Projektbüro

Tel.: +49 511 532-4506

 

Anschrift:

Medizinische Hochschule Hannover

Institut für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin

Carl-Neuberg-Straße 1

30625 Hannover