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Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

Interdisziplinärer Austausch auf höchstem Niveau

Der 36. Wilsede Workshop wurde inhaltlich von der MHH gestaltet (05/26)

Mitglieder des Workshops Copyright: Katarina Hrastovic/Biotest

Vom 20. bis 22. Mai 2026 fand der 36. Biotest Wilsede-Workshop zur „Individualisierten Therapie von Lebererkrankungen“ im Hotelcamp Reinsehlen in Schneverdingen statt. Wissenschaftlich ausgerichtet wurde die traditionsreiche Veranstaltung in diesem Jahr von der Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Taubert und PD Dr. Philipp Felgendreff kamen Expertinnen und Experten aus Transplantationsmedizin, Hepatologie, Chirurgie und Immunologie zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Behandlung von Leber- und Darmerkrankungen zu diskutieren.

Die traditionsreiche Workshopreihe gilt seit Jahrzehnten als eine der wichtigsten deutschsprachigen Plattformen für den wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Transplantationsmedizin. Auch 2026 stand die Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit im Mittelpunkt. In der besonderen Atmosphäre der Lüneburger Heide bot der Workshop Raum für intensive Diskussionen, wissenschaftliche Vernetzung und neue Impulse für Forschung und klinische Versorgung.

Aus Sicht der MHH war der diesjährige Workshop ein starkes Signal für die Bedeutung translationaler Forschung und moderner Therapiekonzepte in der Hepatologie und Transplantationsmedizin. Im Fokus standen unter anderem individualisierte Immunsuppression, Immunmonitoring nach Lebertransplantation, virale Infektionen im peri- und posttransplantären Setting sowie Strategien zur Erweiterung des Spenderpools. Darüber hinaus wurden aktuelle Entwicklungen in der Lebendspende bei Kindern und Erwachsenen sowie innovative Verfahren der Maschinenperfusion intensiv diskutiert. Ein besonderes Highlight waren zudem die internationalen Erfahrungsberichte zur Lebendspende und zur Organspende nach Herztod aus der Schweiz, Kanada und dem Vereinigten Königreich, die wichtige Einblicke in unterschiedliche klinische Ansätze und Gesundheitssysteme ermöglichten.

Besonders bereichernd war der enge Austausch zwischen erfahrenen Klinikerinnen und Klinikern, wissenschaftlichem Nachwuchs sowie internationalen Referierenden. Die MHH nutzte den Workshop gezielt, um aktuelle Forschungsansätze und klinische Erfahrungen aus Hannover einzubringen und gleichzeitig neue Kooperationen anzustoßen. Die hohe Qualität der Vorträge und Posterpräsentationen unterstrich erneut die wissenschaftliche Relevanz des Formats. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erhielten zudem die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem hochkarätigen Fachpublikum vorzustellen.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit, wissenschaftliche Innovation und persönlicher Austausch für die Weiterentwicklung moderner Therapien sind.