Hör-, Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckfunktionen bilden die Grundlage menschlicher Kommunikation, sozialer Interaktion und der Nahrungsaufnahme. Als zentrale Voraussetzungen gesellschaftlicher Teilhabe prägen sie Bildung, Beruf und Lebensqualität über die gesamte Lebensspanne. Beeinträchtigungen dieser komplexen Funktionen können daher erhebliche individuelle, gesellschaftliche und gesundheitsökonomische Auswirkungen haben und somit die soziale Teilhabe, Bildungs- und Berufs-/Erwerbschancen sowie die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig einschränken.
Die Experimentelle Phoniatrie der HNO-Klinik widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung der physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen von Kommunikation, Stimme, Sprechen, Sprache, Hören und Schlucken. Ziel ist es, die zugrunde liegenden sensorischen, motorischen und neuronalen Mechanismen besser zu verstehen sowie innovative diagnostische und therapeutische Verfahren zu entwickeln. Hierzu werden klinische Fragestellungen durch den Einsatz moderner Methoden der Funktionsanalyse, Bildgebung und Signalverarbeitung sowie datengetriebener Analyseverfahren erforscht.
Die enge Verzahnung von Grundlagenforschung, translationaler Forschung und klinischer Versorgung ermöglicht die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative Ansätze für Diagnostik, Prävention und Therapie phoniatrischer und pädaudiologischer Erkrankungen.
Projekte
LIPS
Logopädisches Eigeninterventionsprogramm in der Stimmtherapie
CLARA OrkAOrofaciopharyngeale und sprachlich-kommunikative Aktivierung im Alter