Lebertransplantation

Die Lebertransplantation stellt heute ein Standardtherapieverfahren bei akutem bzw. chronischem Leberversagen dar. In engster interdisziplinärer Zusammenarbeit, insbesondere mit den hepatologischen Kollegen an der MHH aus der Abteilung Gastroenterologie, wird nach entsprechender Evaluation der Ursache für ein Leberversagen sowie der Einschätzung des Gesundheitszustandes des potentiellen Empfängers die Durchführung einer Lebertransplantation für alle gängigen Indikationen angeboten. Neben der konventionellen Transplantation eines über die Warteliste vermittelten Organs umfasst dies auch die Lebendspende-Transplantation.

Seit der Durchführung der ersten Lebertransplantation im Jahr 1973 hat sich die MHH als eines der erfahrensten und größten Transplantationszentren in Deutschland etabliert. Eine Besonderheit stellt das gemeinsam mit den hepatologischen Kinderärzten aus der Kinderklinik geführte Programm zur pädiatrischen Lebertransplantation dar.

Seit der Jahrtrausendwende wurden an der MHH mehr als 2.000 Lebertransplantationen durchgeführt, wovon gut 25% bei Kindern vorgenommen wurden (siehe Grafik). Der Anteil der Lebendspenden in diesem Zeitraum betrug ca. 8%.

Anzahl der Lebertransplantationen Erwachsene und Kinder. Quelle: PD Dr. F. Vondran
Der DSO gemeldeten Lebertransplantationen bundesweit. Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation