Studentische Lehre

Das Institut für Pharmakologie ist an der Organisation bzw. Durchführung folgender Lehrveranstaltungen beteiligt:

Forschungsarbeiten

Das Institut für Pharmakologie bietet unter der Leitung von Prof. Seifert eine Reihe interessanter Forschungsarbeiten (systematische Reviews) im Rahmen des Wissenschaftsmoduls an, die zum Teil auch als Vorarbeit für eine spätere Dissertation (s. unten) genutzt werden können. 

Nähere Informationen sind auf ILIAS abrufbar:

Themen für theoretische Promotionen

Promotion zum
•    Dr. med. (Studiengang Medizin),
•    Dr. med. dent. (Studiengang Zahnmedizin) und
•    Dr. rer. biol. hum. (andere Studiengänge; z. B. Pharmazie, MS Biomedizin)

 

Stand der Themenauswahl: 09. Februar 2024

Bitte beachten: Es kann durchaus sein, dass gelistete Themen bereits vergeben sind. Andererseits werden auch immer neue Themen entwickelt, die noch nicht gelistet sind (Themen-Aktualisierung erfolgt im Abstand von jeweils einem Monat). Schließlich werden in unregelmäßigen Abständen Themen von Doktoranden zurückgegeben und kommen dann wieder in den Themenpool.

Arzneimittelmarkt, Arzneimittelsicherheit, Arzneimittelzulassung und Arzneistofflisten

  1. Kritische Analyse der Drug Application Refusals der European Medicines Agency (EMA)
  2. Analyse des Bulletins zur Arzneimittelsicherheit des BfArM und PEI der letzten 10 Jahre: Welche Themen wurden behandelt? Wie ausführlich wurden sie behandelt? Wie kritisch wurden Themen diskutiert?
  3. Analyse von Stärken und Schwächen der ATC-Klassifikation von Arzneistoffen der WHO. Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des Systems
  4. Analyse der Stärken und Schwächen der INN stems der WHO. Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des Systems (für chemisch Interessierte sehr geeignet!)
  5. Kritische Analyse der Korrektheit und wissenschaftlichen Aktualität von Fachinformationen und Beipackzetteln (prinzipiell alle Arzneistoffe denkbar): Schwerpunkte: Arzneimittelinteraktionen, unerwünschte Wirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit sowie Anwendung bei Kindern (Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder)
  6. Analyse von Beipackzetteln und Fachinformationen häufig verschriebener „alter“ Arzneimittel in Bezug auf die Vollständigkeit, Relevanz und AKTUALITÄT von Arzneimittelinteraktionen: Werden noch längst zurückgezogene Arzneimittel betrachtet? Gibt es Informationen zu neueren Arzneimitteln? Mehrere Doktorarbeiten sind hier möglich.
  7. Vergleich der Drug application and drug withdrawals durch die FDA und die EMA. Hier sollen Unterschiede in der Beurteilung von pharmakologischen Sachverhalten durch die führenden Zulassungsbehörden herausgearbeitet werden. Insbesondere sollen Unterschiede in der Beurteilung von Sachverhalten zwischen den USA und der EU herausgearbeitet werden
  8. Missverständnisse, Unklarheiten und fehlende Logik in der medizinischen und pharmazeutischen Fachliteratur durch unkritischen Gebrauch traditioneller Arzneistoffgruppenbezeichnungen (z. B. Deutsche Apothekerzeitung, Pharmazeutische Zeitung, Deutsches Ärzteblatt). Diese Arbeit soll die Bedeutung einer mechanistischen Arzneistoffgruppen-Nomenklatur in der professionellen Kommunikation untermauern.
  9. Analyse der TOP-3000-Arzneimittel in Deutschland mit dem Pharmaanalyst des Wido. Das Wido erstellt derzeit eine umfassende Datenbasis zu den TOP-3000-Arzneimitteln in Deutschland der letzten 10 Jahre. Mit dieser Datenbasis soll die Entwicklung des Arzneimittelmarktes in Deutschland in den Dimensionen DDD, DDD-Kosten und Verordnungszahlen in Dimensionen analysiert werden, die weit über das hinausgehen, was mit den im AVR veröffentlichten Zahlen möglich ist.
  10. Analyse aktuell laufender klinischer Studien (clinicaltrials.gov) zu Arzneistoffen, die an G-Protein-gekoppelten Rezeptoren angreifen. Etliche Themenbereiche. Stichworte: GPCR, GPR (dies sind ehemalige „orphan receptors“), adrenergic receptor, serotonin receptor, histamine receptor, chemokine receptor, CGRP. Für diesen Themenbereich steht eine open access-Software zur Verfügung, die von Herrn cand. med. dent. Tim Specht im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt wurde. https://github.com/T-Specht/h1ra-repurpose/
  11. Kritische Analyse von Arzneimittelwerbung in US-amerikanischen medizinischen Fachzeitschriften (verschiedene Fachzeitschriften mit unterschiedlichem Schwerpunkt möglich)
  12. Wie stark ist der positive Publikations-Bias bei klinischen Studien ausgeprägt? Es wird kolportiert, dass wissenschaftliche Journale lieber „Positiv“-Studien publizieren, weil sie sich dadurch mehr Zitationen und daher einen höheren „Impact Faktor“ erhoffen. Es gibt aber keine konkreten Zahlen darüber, wie viele Positiv- und Negativstudien es wirklich in Journalen gibt. Grundsätzlich können mehrere Doktorarbeiten zu dieser Thematik angefertigt werden. In einer Arbeit könnten eher klinisch-pharmakologische Journale analysiert werden (z. B. New England Journal of Medicine), und einer anderen Arbeit eher experimentell-pharmakologische Journale (z. B. Naunyn-Schmiedebergs Arch Pharmacol, J Pharmacol Exp Ther).
  13. Entwicklung der pharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten für wichtige Erkrankungen. Die pharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten für viele Erkrankungen haben sich im Laufe der Zeit sehr deutlich geändert. Im Rahmen dieser Arbeit sollen wichtige Erkrankungen aus allen medizinischen Bereichen in einem Zeitstrahl (von ca. 1900-2023) analysiert werden. Die Einführung neuer Arzneistoffe wird auf der Zeitachse markiert. Im Rahmen einer Doktorarbeit sollen sinnvolle Blöcke von Erkrankungen (z. B. neurologische Erkrankungen, maligne Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, internistische Volkserkrankungen (Hypertonie, KHK, Herzinsuffizienz, Diabetes, Hyperlipidämien) analysiert werden. Auch das „Verschwinden“ von pharmakologischen Therapiekonzepten soll analysiert werden. In dieser Arbeit werden Paradigmenwechsel, Cluster von Neueinführungen und mechanistische Konzepte in einem größeren Zusammenhang dargelegt. In diesem Themenbereich sind mehrere Doktorarbeiten denkbar.
  14. Schleichwerbung durch Gebrauch von Handelsnamen anstelle der internationalen Freinamen. Es soll systematisch anhand der IMPP-Arzneistoffliste untersucht werden, wie häufig Handelsnamen (Beispiele Aspirin®, Viagra®, Marcumar®, Valium®) anstelle der wissenschaftlich richtigen internationalen Freinamen verwendet werden. Dabei werden untersucht: Zeitschriften (z. B. SZ, SPIEGEL, ZEIT), Fachjournale, wikipedia, social media, Lehrbücher, IMPP-Prüfungsfragen. Außerdem soll eine Umfrage durchgeführt werden, inwiefern Ärzte den Unterschied zwischen internationalen Freinamen und Handelsnamen kennen. Die Umfrage bei Ärzten soll in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Niedersachsen durchgeführt werden. Die Ärztekammer hat dazu bereits ihre Einwilligung gegeben (Musterumfrage liegt vor; Datenschutz ist unproblematisch).
  15. Literaturübersichten über „besondere“ unerwünschte Wirkungen. Es sollen Literaturübersichten über UAW wie Mundtrockenheit, Hypersalivation, akute Dyskinesie, Parkinsonoid, Hyperthermie und Xerodermie, Hypertrichose und und Gingivahyperplasie erstellt werden. Es soll herausgearbeitet werden, welche Arzneistoffe wie häufig und über welche Mechanismen diese UAW induzieren. Pro Doktorarbeit wird eine UAW bearbeitet. Vorschläge für weitere zu analysierende UAW sind willkommen; sie dürfen nur nicht zu global und unspezifisch sein, damit der Fokus der Arbeit nicht gefährdet wird.
  16. Wie häufig sind Arzneistoff-induzierte Agranulozytosen? Metamizol, Clozapin und Thiamazol sind klassische Agranulozytose-induzierende Arzneistoffe. Das schränkt die Verwendung dieser Arzneistoffe wegen einer „Agranulozytose-Phobie“ stark ein und führt zur Verunsicherung bei Ärzten und Patienten. Ziel dieser Doktorarbeiten (pro Doktorarbeit ein Arzneistoff) ist es, die wissenschaftliche PRIMÄR-Literatur (nicht Übersichtsliteratur) bezüglich der Häufigkeit der Arzneistoff-induzierten Agranulozytosen zusammenzustellen und zu analysieren.
  17. Analyse der Bewerbung von Faktor-Xa-Inhibitoren in der Fachpresse: Es soll herausgearbeitet werden, ob die Faktor-Xa-Inhibitoren, die inzwischen den deutschen Arzneimittelmarkt von Antikoagulanzien dominieren, im Vergleich zu den Vitamin-K-Antagonisten objektiv dargestellt werden. Dazu werden Werbungen in verschiedenen relevanten deutschsprachigen Fachzeitschriften der Verlage Thieme und Springer analysiert. In Frage kommen vor allem Zeitschriften aus den Fachgebieten Kardiologie, Neurologie und Allgemeinmedizin.In einer weiteren Doktorarbeit soll auch der gerade in einer klinischen Phase-3-Studie gescheiterte Faktor XIa-Inhibitor Asundexian analysiert werden. Im Vorfeld wurde dieser Arzneistoff mit großen Vorschusslorbeeren bedacht. Besonders interessant ist es hier herauszufinden, ob in es in der Kakaphonie der Positivdarstellungen im Vorfeld auch kritische Stimmen gab und wie sich jetzt nach dem Crash die Darstellungen in der Literatur ändern.
  18. Analyse von Über- bzw. Unterbehandlung von Erkrankungen in Deutschland. Im AVR werden jährlich die Verordnungszahlen von Arzneimitteln in Deutschland publiziert. Diese Zahlen sollen nun in den Zusammenhang gestellt werden mit der Häufigkeit wichtiger Erkrankungen in Deutschland. Aus solchen Betrachtungen lässt sich dann errechnen, welche Erkrankungen in Deutschland überbehandelt und unterbehandelt werden. In beiden Fällen handelt es sich um Versorgungsdefizite. Daraus lassen sich Ansatzpunkte zur Verbesserung der Arzneitherapie erarbeiten.
  19. Wie bedeutsam sind GPCRs als pharmakologische Zielstruktur? Es wird seit Jahrzehnten (!) immer wieder gerne behauptet, dass 35% aller zugelassenen Arzneimittel an GPCRs wirken (Sriram K und Insel P, Mol Pharmacol 93:251-258 (2018)) und dass GPCRs die wichtigste Arzneimittelzielstruktur darstellten. Aber stimmt das überhaupt? Inzwischen dominieren monoklonale Antikörper und Proteinkinase-Inhibitoren die Arzneimittelzulassungen. Eine vorgeschlagene Doktorarbeit soll die Bedeutung der GPCRs als pharmakologische Zielstruktur anhand der Verordnungszahlen des Arzneiverordnungsreportes aufzeigen. In einer anderen Doktorarbeit sollen alle in einem Bereich (USA, Europa oder Deutschland) zugelassenen Arzneistoffe gelistet werden und zugeordnet werden, welcher Arzneistoff über einen GPCR wirkt. In übergeordneter Weise trägt dieses Projekt dazu bei, Mantra-artig perpetuierte Statements in der Wissenschaft auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.
  20. Analoge Doktorarbeiten zu den GPCRs (siehe oben) können zu Ligand-gesteuerten Ionenkanälen, Proteinkinase-gekoppelte Rezeptoren, nukleären Rezeptoren, Enzymen und Transportern als pharmakologische Zielstrukturen durchgeführt werden.
  21. Analyse des GKV-Arzneimittelmarktes: Eine Übersicht über den GKV-Arzneimittelmarkt wir jährlich im Arzneimittelverordnungsreport (Ludwig, Mühlbauer, Seifert; Hrsg.) publiziert. Zusätzlich publiziert das Wissenschaftliche Institut der Ortskrankenkassen (WidO) seit 2015 eine sehr ausführliche Datenbank mit dem Titel „Der GKV-Arzneimittelmarkt: Klassifikation, Methodik und Ergebnisse (https://www.wido.de/publikationenprodukte/publikationsdatenbank/?tx_publicationdatabase_search%5Baction%5D=search&tx_publicationdatabase_search%5Bcontroller%5D=Search&cHash=f69ac9ef97283b8874682e4a904abe58). In dieser Datenbank, die über geeignete Programme direkt in Excel exportiert werden kann, finden sich sehr interessante Datensätze zur Verschreibung von Arzneistoffgruppen geordnet nach 1. Patientenalter, 2. Geschlecht und 3. verordnender Arztgruppe. Diese Daten sind bislang noch nie systematisch analysiert worden. In drei Doktorarbeiten sollen diese Daten nun analysiert werden, um Veränderungen in der Verordnung der Arzneistoffgruppen über die Zeit im Kontext mit gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Entwicklungen zu erfassen.
  22. Wie geschlechter-spezifisch sind Fachinformationen und Gebrauchsinformationen (Beipackzettel) von Arzneistoffen? Inzwischen sind viele Unterschiede zwischen Mann und Frau bezüglich der Pharmakokinetik, Pharmakodynamik und unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln sehr gut wissenschaftlich dokumentiert. Aber wie gut sind diese Unterschiede in Fachinformationen und Beipackzetteln abgebildet? In diesem Themenbereich sollen systematisch relevante Arzneimittel mit geschlechterspezifischen Unterschieden hinsichtlich ihrer Dokumentation in diesen Dokumenten analysiert werden. Der Themenbereich ist sehr umfangreich. Daher können mehrere Doktorarbeiten zu unterschiedlichen Arzneistoffgruppen vergeben werden.
  23. Bilden Fachinformationen und Gebrauchsinformationen (Beipackzettel) ethnopharmakologische Unterschiede ab? In Deutschland leben immer mehr Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Inzwischen sind Unterschiede zwischen verschiedenen Ethnien bezüglich der Pharmakokinetik, Pharmakodynamik und unerwünschter Wirkungen von Arzneimitteln sehr gut wissenschaftlich dokumentiert. Aber wie gut sind diese Unterschiede in Fachinformationen und Beipackzetteln abgebildet? In diesem Themenbereich sollen systematisch relevante Arzneimittel mit ethnologischen Unterschieden hinsichtlich ihrer Dokumentation in diesen Dokumenten analysiert werden. Der Themenbereich ist sehr umfangreich. Daher können mehrere Doktorarbeiten zu unterschiedlichen Arzneistoffgruppen vergeben werden

Klassische Arzneistoffe, Botanicals und Nahrungsergänzungsmittel 

  1. Analyse fragwürdiger Arzneistoffe: z. B. Vareniclin, Dronedaron, Orlistat. Pro Doktorarbeit wird ein Arzneistoff analysiert.
  2. Repurposing von Arzneistoffen: Analyse klinischer Studien in pubmed und clinicaltrials.gov zu verschiedenen Arzneistoffen entsprechend der Arzneistoffliste des IMPP: Riesiges Gebiet, dass in „vernünftige“ Stücke zerlegt werden muss. Viele Arzneistoffe werden jenseits ihrer klassischen Indikation für neue Indikationen getestet. Etliche Arzneistoffe eignen sich sehr gut für eine Doktorarbeit bzw. sogar mehrere Doktorarbeiten; je nachdem wie viele Studien/Publikationen vorhanden sind. Zur Auswahl stehen: Allopurinol, Chlorthalidon, Coffein, Colchicin, Roflumilast, Hydrochlorothiazid, Macrogol, Nikotinsäure, Mannitol, Theophyllin, Sertralin, Citalopram, Natriumnitroprussid, Loperamid, Cyproteron, Mifepriston, Flutamid, Tamoxifen, Metformin, Tramadol, Digoxin und Digitoxin, Carbamazepin, Lamotrigin, Phenytoin, Valproinsäure, Methotrexat, Sulfasalazin, Mesalazin, Olanzapin, Risperidon, Promethazin, Quetiapin, Haloperidol, Pregabalin, Metamizol, Paracetamol, Ranitidin, Doxycyclin, Metronidazol, Levodopa. Pro Doktorarbeit wird (mit wenigen Ausnahmen) ein Arzneistoff analysiert. Bei einigen Arzneistoffen (z. B. Metformin) erfolgt eine Fokussierung auf Teilaspekte. Für diesen Themenbereich steht eine open access-Software zur Verfügung, die von Herrn cand. med. dent. Tim Specht im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt wurde. https://github.com/T-Specht/h1ra-repurpose/
  3. Analyse von Failed Drugs: Diese Themen analysieren, was man aus klinisch gescheiterten Arzneistoffen für die zukünftige Arzneistoffentwicklung lernen kann. Geeignete Arzneistoffe sind: Pioglitazon, Amrinon, Telcagepant, Cerivastatin. Pro Doktorarbeit wird ein Arzneistoff analysiert.
  4. Analyse obsoleter Arzneistoffe: Es gibt zahlreiche „Lehrbuch-Arzneistoffe“, die im Laufe der Zeit für die Humanmedizin mehr oder weiniger obsolet geworden sind. Diese Themen analysieren, warum dies passiert ist, wie die Arzneistoffe ersetzt wurden und was man aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen kann. Geeignete Arzneistoffe sind: Dihydralazin, Diazoxid, Methysergid, Strophantin, Triamteren, Benzbromaron, Ergotamin, Ephedrin. Pro Doktorarbeit wird ein Arzneistoff analysiert.
  5. Analyse fragwürdiger pflanzlicher Arzneimittel („Botanicals“): Traubensilberkerze, Sägepalme, Quercetin, Passionsblume. Pro Doktorarbeit wird ein Arzneimittel in verschiedenen Dimensionen analysiert.
  6. Analyse fragwürdiger Nahrungsergänzungsmittel: UMP (Uridinmonophosphat), Vitamin C, Vitamin B6, Zink, Coffein-haltige Nahrungsergänzungsmittel, Taurin. Pro Doktorarbeit soll ein Nahrungsergänzungsmittel analysiert werden (Produkte, Darstellung auf social media, Fakten in der Peer-begutachteten Literatur)
  7. Vergleich von Ginkgo-Präparaten als Nahrungsergänzungsmittel in Europa und in den USA: Ein transkultureller Vergleich
  8. Analyse der KI-Wert-Datenbasis der University of North Carolina. In der Datenbasis sind für Tausende von Wirkstoffen Kenndaten für die Interaktion mit verschiedenen Rezeptoren niedergelegt. Im Rahmen dieser Arbeit soll die Interaktion von Wirkstoffen den Histaminrezeptoren H1R-H4R systematisch analysiert werden. Es soll dann überprüft werden, inwiefern diese Interaktionen von klinischer Relevanz sind. Die Arbeit baut auf der Arbeit von Appl et al. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22033803/) auf.
  9. Wie konsistent werden pharmakologische Inhalte zu wichtigen Arzneistoffen in gängigen Lehrbüchern dargestellt? Immer häufiger fechten Studenten Examensergebnisse an und „belegen“ mit den unterschiedlichsten Quellen, das „ihre“ Antwort richtig sei. Somit gewinnt Lehrbuchwissen immer mehr „juristische“ Bedeutung. Anhand wichtiger Arzneistoffe (z. B. Metoprolol, Amiodaron, Ibuprofen, Metamizol) aus verschiedenen Indikationsgebieten soll nun systematisch aufgearbeitet werden, wie konsistent diese Arzneistoffe in „umfassenden“ Pharmakologielehrbüchern (Lüllmann, Mutschler, Aktories, Rang and Dale, Katzung, Goodman and Gilman) dargestellt werden und welche „echten“ Fehler in den Büchern enthalten sind. Bei „Fehlern“ erfolgt ein Abgleich mit der internationalen Fachliteratur.
  10. Wie verständlich sind Pharmakologielehrbücher? Die Präferenz eines Lesers für ein bestimmtes Lehrbuch ist subjektiv und hängt von der „Lesbarkeit“ ab. Aber was bedeutet dies? Am Beispiel ausgewählter Pharmakologie-Lehrbücher soll die Lesbarkeit von Pharmakologielehrbüchern, auch im historischen Kontext, analysiert werden. Dazu werden Lehrbücher zunächst digitalisiert und in Wordfiles transformiert. Die Lehrbücher werden dann mit spezifischen Softwares der Firma Textlab in Tübingen hinsichtlich der Lesbarkeit analysiert. Die objektivierte Lesbarkeit soll mit der tatsächlichen Lehrbuchpräferenz von Studenten abgeglichen werden. Dazu sollen Umfragen durchgeführt werden. Das Projekt trägt soll dazu beitragen, die Lesbarkeit von Lehrbüchern zu verbessern. Auch digitale Lehrplattformen wie AMBOSS sollen in die Lesbarkeitsanalyse eingezogen werden. Durch die Analyse historischer Lehrbücher soll in Erfahrung gebracht werden, warum Studenten der heutigen Zeit alte Texte nur schwer verstehen.

Pharmakologie und Gesellschaft

  1. Geschichte der Pharmakologie in der DDR. Die Geschichte der Pharmakologie der DDR soll mittels Unterlagen aus dem Archiv der DGPT aufgearbeitet werden. Dieses Archiv befindet sich an der MHH. Außerdem sollen Stasi-Unterlagen zu einzelnen prominenten DDR-Pharmakologen analysiert werden.
  2. Analyse der Korrektheit und Verständlichkeit pharmakologischer Inhalte in STERN, TIME, NEWSWEEK, SZ
  3. Darstellung pharmakologischer Inhalte im Theater. Sehr geeignet für Theaterfans, die systematisch Theaterstücke diesbezüglich durchforsten möchten. Die Arbeit ist analog zu den bereits publizierten Arbeiten zum Thema TATORT aufgebaut. Die Korrektheit pharmakologischer Inhalte wird mit der wissenschaftlichen Literatur (Lehrbücher der jeweiligen Zeit, pubmed) abgeglichen und in einen historischen Kontext gestellt.
  4. Kritische Analyse von Arzneimittelwerbung für Laien im US-amerikanischen Fernsehen
  5. Herausarbeitung wichtiger kultureller Unterschiede in der Pharmakotherapie häufiger Erkrankungen (z. B. Migräne, Depression)
  6. Verwechslung der Begriffe Gender und Sex in pharmakologischen Studien. Die Untersuchung des biologischen Geschlechts (Sex) in pharmakologischen Studien ist sehr wichtig. Dennoch wissen viele Pharmakologen nicht den Unterschied zwischen „Sex“ und „Gender“. Mäuse und Ratten haben häufig ein „female gender“, obwohl „female sex“ gemeint ist. Diese Doktorarbeit soll das Ausmaß dieses Unwissens in der pharmakologischen Fachliteratur dokumentieren. Die Arbeit eignet sich insbesondere für Doktoranden, die gerne riesige Datensätze nach Stichworten durchforsten möchten.
  7. Analyse von Gerichtsprozessen in Deutschland im Zusammenhang mit Arzneimitteln: Arzneimittel sind häufig Gegenstand von Gerichtsprozessen. Gerichtsprozesse stellen eine Fundgrube für Erkenntnisgewinn dar (Motto: Aus Fehlern lernen). Ziel der Arbeiten soll es nun sein, systematisch Gerichtsprozesse im Zusammenhang mit Arzneimitteln in Deutschland aufzuarbeiten. Es ergeben sich Optionen für mehrere Doktorarbeiten. Untersuchungsgegenstände sind der „off-label“-Gebrauch von Arzneimitteln sowie echte Behandlungsfehler durch Ärzte.Als Datenquelle soll www.justiz.de/onlinedienste/rechtsprechung/-index.php sowie Juris (https://www.juris.de/jportal/nav/loginseite.jsp) herangezogen werden.

Geschichte der Pharmakologie

  1. Analyse alter Pharmakologielehrbücher (z. B. Rudolf Buchheim, Oswald Schmiedeberg, Arthur Cushny, Edward Poulsson, Paul Trendelenburg, Gustav Kuschinsky) im Vergleich zu modernen Lehrbüchern (z. B. Aktories, Seifert)
  2. Längsschnittanalyse von klassischen pharmakologischen Lehrbüchern (insbesondere Goodman and Gilman; Aktories, Starke, Förstermann); Vergleich von der 1. Auflage bis zur aktuellsten Auflage
  3. Darstellung ausgewählter Arzneistoffe und Gifte im Laufe der Zeit (1870-2023) in pharmakologischen Lehrbüchern (Mutterkornalkaloide, Apomorphin, Digitalis, Chinin, Arsen, Quecksilber, Blei). Eine Analyse von jeweils 3 Wirkstoffen pro Doktorarbeit ist sinnvoll.
  4. Grafische Darstellung wichtiger pharmakologischer Konzepte im Laufe der Zeit: z. B. GPCR-Signaltransduktion, cAMP-Signaltransduktion, cGMP-Signaltransduktion, Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, Histaminrezeptoren, Depression, Schizophrenie, Herzinsuffizienz, Asthma. Als Appetizer ansehen: „Science Illustration“ von A. Escardo und J Wiedemann (Taschen-Verlag). Mehrere Arbeiten sind hier möglich.
  5. Analyse der Ehrenmitglieder der Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft. Der Fokus liegt auf der Analyse der Lebensläufe und wissenschaftlichen Arbeiten der Ehrenmitglieder. Es sollen soziologische Muster herausgearbeitet werden, die eine Ehrenmitgliedschaft begünstigen. 
  6. Analyse der Karriereverläufe von den Fritz-Külz- und Rudolf-Buchheim-Preisträgern der DGPT: Was ist aus den Hoffnungsträgern der Pharmakologie 10-40 Jahre nach der Preisverleihung geworden? Sagen Forschungspreise eine erfolgreiche akademische Karriere voraus?
  7. Analyse der neueren Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie (2003-2023). Grundlage der Analyse sind die Gesellschaftsseiten der DGPT im BIOSPEKTRUM.
  8. Fortschreibung des Buches „Pharmakologische Institute und Biographien ihrer Leiter“ von Jürgen Lindner und Heinz Lüllmann (beendet in den 1990er Jahren; Editio Cantor Aulendorf) mit Erstellung eines bebilderten Stammbaumes der Pharmakologie. Das Manuskript des Buches liegt als pdf- und word-File vor und kann sofort in Eigenregie weiterbearbeitet werden. Das Projekt erfordert umfangreiche Recherchearbeit in Archiven (u.a. Archiv der DGPT an der MHH), Universitätsinstituten, der Geschäftsstelle der DGPT und dem Geschichtsbuch von Philippu und stellt einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der historischen Weiterentwicklung des Fachs in den letzten 40 Jahren dar.
  9. Was waren die Forschungsthemen in der Pharmakologie vor 150 Jahren im Vergleich zur heutigen Zeit? Am Beispiel der ältesten pharmakologischen Fachzeitschrift, den Naunyn-Schmiedebergs Arch Pharmacol, sollen die wissenschaftlichen Themen der Jahre 1873-2023 im Verlaufe der Zeit (10-Jahres-Schritte) analysiert werden. Dies soll anhand von Themendiagrammen mit entsprechenden Stichworten visualisiert werden. Das Thema eignet sich besonders für Computer-affine Doktoranden, die gerne mit großen Datensätzen umgehen
  10. Geschichte des „Handbook of Experimental Pharmacology (Handbuch der experimentellen Pharmakologie, HEP)”. Das HEP ist die älteste pharmakologische Buchreihe, die sich trotz der schier überwältigenden Dominanz des Impact Faktors, der nur für Zeitschriften vergeben wird, gehalten hat und in der führende Wissenschaftler das „wirklich bleibende Wissen“ der Pharmakologie zusammengefasst haben. Es liegen elektronische Versionen vieler HEP-Bände vor. Außerdem gibt es als Ergänzung „Hardcopies“ fehlender elektronischer Bände in der Universität Erlangen (Institut für Pharmakologie) sowie der deutschen Nationalbibliothek. 
  11. Aufarbeitung der Biographien und wissenschaftlichen Leistungen von Pharmakolgen der „Hall of Fame“ der British Pharmacological Society. Steve Stephenson, Elenor Zaimis, Hans Kosterlitz, Sir John Gaddum, Michael Rand, Bill Bowmann, Marthe Vogt, Heinz Otto Schild, Sir John Vane, Sir Henry H. Dale, Sir William Paton, Otto Loewi, Gertrude Elion, Sir David Jack, Julius Axelrod, Sir Derrick Dunlop. Ein Fokus können auch die aus Deutschland vertriebenen Wissenschaftler sein (Kosterlitz, Vogt, Schild, Loewi)
  12. Analyse des formellen Aufbaus von Publikationen im Naunyn-Schmiedebergs Archives of Pharmacology im Laufe der Zeit. Dies ist die älteste pharmakologische Fachzeitschrift, die bereits seit 150 Jahren publiziert wird. In dieser Zeit hat sich die Darstellung und Rezeption wissenschaftlicher Inhalte dramatisch stark verändert. Bislang wurde formelle Aufbau von wissenschaftlichen Publikationen, der maßgeblich die Darstellung und Rezeption der Inhalte beeinflusst, noch nie systematisch analysiert. Am Beispiel dieser Arbeit wird erstmalig der kulturelle Wandel in der Wissenschaftsdarstellung formell analysiert. Das Thema eignet sich besonders für Doktoranden, die in der Schule den Leistungskurs Deutsch hatten.
  13. Analyse des Pharmakologen Ferdinand Flury. Flury spielte eine zweifelhafte Rolle bei der Entwicklung von chemischen Kampfstoffen in der NS-Zeit. Anhand von verschiedenen Archiven (Landes- und Universitätsarchive, Bundesarchiv in Berlin, Archiv der DGPT an der MHH, Publikationen im Naunyn-Schmiedebergs Arch Pharmacol, Geschichte der Pharmakologie von Philippu) sollen die Persönlichkeit von Ferdinand Flury und seine Arbeit kritisch analysiert werden. Kürzlich erschien im SPIEGEL ein kritischer Bericht über Fritz Haber und Ferdinand Flury.
  14. Bibliometrische Analyse des Handbook of Experimental Pharmacology (HEP). Das HEP ist die älteste pharmakologische Buchserie, in der seit über 100 Jahren zu “Hot Topics“ Sammelbände publiziert werden. Die meisten HEP-Bände sind digital verfügbar. Außerdem gibt es als Ergänzung „Hardcopies“ fehlender elektronischer Bände in der Universität Erlangen (Institut für Pharmakologie) sowie der deutschen Nationalbibliothek. Im Rahmen dieser Doktorarbeit soll HEP bibliometrisch analysiert werden (Themen, Editoren, Autoren, Herkommen der Autoren, Downloads, Zitationen, Altmetrics). Diese Doktorarbeit gibt somit einen Überblick über die Entwicklung wichtiger Forschungsthemen in der Pharmakologie in historischen Dimensionen und spiegelt auch wider, wer die wissenschaftlichen „Schwergewichte“ sind und wo sie arbeiten (bzw. arbeiteten).
  15. Wehrpharmakologie in der NS-Zeit. Dieses Thema ist insbesondere für Offiziersanwärter der Bundeswehr interessant, da es mit diesem Thema möglich ist, das Studium für die Doktorarbeit um ein Semester zu verlängern (Bw-5753/08.22). Sehr lohnenswert ist die kritische Analyse des Lehrbuches von Heinrich Gebhardt  (NSDAP- und SS-Mitglied) mit dem Titel „Grundriss der Pharmakologie und Toxikologie (Wehrtoxikologie) und Arzneiverordnungslehre“ sowie die Analyse von Publikationen mit wehrpharmakologischen Inhalt zu Kampfgasen und Pervitin („Panzerschokolade“) im Naunyn-Schmiedebergs Arch Pharmacol.

Scientometrics (Wissenschaftsanalyse)

  1. Publikationsnetzwerke führender deutscher Pharmakologen: Gibt es einen Gender-Bias? Analyse des sogenannten „Matilda-Effektes“.
  2. Biografische und soziologische Analyse von deutschen Pharmakologieprofessoren: Grundlage der Analyse sind die in den Bänden IV-VI im Handbuch der Geschichte der Pharmakologie in den deutschsprachigen Ländern veröffentlichten Autobiographien und Biographien. Es soll exemplarisch am Fach Pharmakologie eine umfassende Analyse der Merkmale erstellt werden, die zu einer erfolgreichen Hochschullehrerlaufbahn führen.
  3. In welchen Fachzeitschriften publizieren deutsche Pharmakologen? Eine bibliometrische Analyse des Publikationsverhaltens von Pharmakologieprofessoren in Deutschland im historischen Kontext. Es gibt Hinweise dafür, dass sich Pharmakologen in den letzten Jahrzehnten von klassischen pharmakologischen Fachzeitschriften immer mehr entfernt haben und immer mehr in Spezialzeitschriften oder „High-impact“-Zeitschriften publizieren wollen (oder müssen), um „konkurrenzfähig“ zu bleiben. Allerdings ist diese Annahme bislang noch nie wissenschaftlich überprüft worden.
  4. Gender-Analyse der Editorial Boards ausgewählter pharmakologischer Fachzeitschriften im Laufe der Zeit (z. B. J Pharmacol Exp Ther, Mol Pharmacol, Biochem Pharmacol, Br J Pharmacol)
  5. Gender-Analyse der Lasker-Award-Preisträger. Ein bibliometrischer Vergleich. Der Lasker Award wird oft als eine Art „kleiner“ Nobelpreis betrachtet.
  6. Bibliometrische Analyse der Arzneistoffe, die in der Arzneistoffliste des IMPP abgebildet sind. Es soll herausgearbeitet werden, wie viele Publikationen es über die einzelnen Arzneistoffe im Zeitverlauf gibt. Damit soll die wissenschaftliche Aktualität und klinische Relevanz der Arzneistoffe herausgearbeitet werden.
  7. Bibliometrische Analyse des Gebrauchs von Handelsnamen von Arzneistoffen in der wissenschaftlichen Literatur. In der wissenschaftlichen Literatur muss neutral der internationale Freiname von Arzneistoffen genannt werden. Da viele internationale Freinamen immer „komplizierter“ werden (insbesondere bei monoklonalen Antikörpern und Gentherapeutika) werden zunehmend die „gängigeren“ Handelsnamen in der Literatur verwendet. Dadurch entstehen Schleichwerbungseffekte für bestimmte Präparate. Die Arbeit soll das Ausmaß dieser Schleichwerbunguntersuchen.
  8. Analyse des Verbleibs abgelehnter und zurückgezogener Arbeiten im Naunyn-Schmiedebergs Arch Pharmacol. Es ist üblich, dass Arbeiten, die bei einer Zeitschrift nicht publiziert werden, in anderen Zeitschriften publiziert werden. Es gibt bislang keine öffentlich zugängliche Untersuchung darüber, wie der Weg abgelehnter Arbeiten ist. Diese Doktorarbeit untersucht nun systematisch den Verbleib von ca. 900 Arbeiten einer pharmakologischen Zeitschrift. Sind die Arbeiten in spezialisierte Zeitschriften gegangen? Sind sie außerhalb der Pharmakologie gelandet? Sie sind in Journalen mit einem höheren oder niedrigeren Impactfaktor publiziert worden? Sind die Arbeiten viel zitiert worden? Die Arbeit gibt somit Auskunft über das Publikationsverhalten von Pharmakologen.
  9. Wie lange kontaminieren zurückgezogene Arbeiten die wissenschaftliche Literatur? Immer häufiger werden wissenschaftlicher Publikationen nach der Publikation zurückgezogen, z. B. wegen ehrlicher Fehler oder, mit exponentiell steigender Tendenz, wegen bewusster Fälschungen. Leider ist es mit der „Retraction“ nicht getan, sondern oft werden retrahierte Arbeiten noch lange zitiert und kontaminieren dadurch die Folgeliteratur. In dieser Doktorarbeit soll das wahre Ausmaß der Kontamination wissenschaftlicher Literatur durch retrahierte Arbeiten erstmalig beschrieben werden.
  10. Bibliometrische Analyse von deutschen Pharmakologen und Toxikologen. Wie wissenschaftlich produktiv sind deutsche Pharmakologen und Toxikologen und wie werden Sie wahrgenommen? Dieser Frage soll nachgegangen werden, indem mit Clarivate die Anzahl der Publikationen, der Zitationen, der Impactfaktoren und der h-Indices führender deutscher Pharmakologen und Toxikologen in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg analysiert werden. Als Grundlage für die Auswahl der Vertreter dient das 6-bändige Werk von Athineos Philippu über die Geschichte der Pharmakologie und Toxikologie in den deutschprachigen Ländern. Die bibliometrische Analyse soll mit den jeweiligen Arbeitsgebieten in Beziehung gesetzt werden und gibt Aufschluss darüber, ob bestimmte Forscher bei gleicher Publikationsproduktivität und bestimmte Arbeitsgebiete unterschiedlich wahrgenommen wurden.  
  11. CiteScore versus Impact-Faktor in pharmakologischen Journalen. Es tobt ein heftiger Streit darüber, ob der neuere CiteScore oder der traditionelle Impact-Faktor der „bessere“ bibliometrische Parameter zur Beurteilung eines Journals sei. Ziel dieser Doktorarbeit ist es, diese beiden bibliometrischen Parameter innerhalb eines Fachgebietes, der Pharmakologie, zu vergleichen. Dieser Vergleich soll auch zur Versachlichung einer sehr emotional geführten Debatte beitragen und die Vor- sowie Nachteile bestimmter bibliometrischer Kennfaktoren aufzeigen.
     

Allgemeine Hinweise für die erfolgreiche Durchführung theoretischer Doktorarbeiten:

  • Link zum Promotionsbüro der MHH: www.mhh.de/forschung/promotion-habil-apl
  • Promotionsordnung Dr. rer. biol. hum.:https://www.mhh.de/forschung/promotion-habil-apl/promotion-dr-rer-biol-hum
  • Promotionsordnung Dr. med. und Dr. med. dent.: https://www.mhh.de/fileadmin/mhh/forschung/Promotion/Med_Dent/20210519_71620_PromO_Dr.med_Dr.med.dent_Senat.pdf
  • Es gibt immer wieder die Vorstellung von Doktoranden, theoretische Doktorarbeiten seien „einfach und schnell“ zu absolvieren. Dies ist ein fundamentaler Irrtum. Die Arbeiten haben wissenschaftlich genau den gleichen Anspruch wie experimentelle Arbeiten. „Zeit sparen“ lässt sich bei den theoretischen Arbeiten dadurch, die intrinsischen Unwägbarkeiten experimentellen Arbeitens entfallen, dass die Datensätze vorab definiert sind und man die Arbeiten nicht an fixe Anwesenheitszeiten im Labor koppeln muss. Selbstmotivation ist der Schlüssel zum Erfolg.
  • Nach der Bewerbung werden die potenziellen Doktoranden bei Verfügbarkeit des Themas zunächst gebeten, eine vorläufige Recherche zu beginnen. Diese dient dazu zu explorieren, ob das Thema ausreichend Material liefert und gut bearbeitbar ist. Anschließend findet ein ca. 46-60-minütiges persönliches Kennenlern-Gespräch statt; entweder im Institut oder via teams. Danach beginnt die offizielle Doktorarbeit.
  • Das Einbringen eigener Ideen und Interessensgebiete zum Promotionsthema innerhalb des oben dargestellten Rahmens ist möglich und erwünscht. Aber nicht jede Idee kann dann auch realisiert werden.
  • Entscheidend für den Erfolg ist ein inhaltlich und formell einwandfrei formuliertes Motivationsschreiben (bitte als separates Dokument; NICHT als Email-Text), das Sie und mich restlos überzeugt.
  • Ebenso entscheidend ist, dass Sie unaufgefordert einen überzeugenden Zeitplan für Ihre Doktorarbeit entwickeln und mir vorlegen.
  • Arbeiten können prinzipiell studienbegleitend oder auch berufsbegleitend (auch außerhalb der Region Hannover) durchgeführt werden.
  • Genehmigungen für Tierversuche, Gentechnikversuche etc. sind nicht erforderlich. Allerdings müssen Umfragen datenschutzrechtlich geprüft und genehmigt werden. Grundsätzlich können Umfragen durchgeführt werden (ist bereits geschehen).
  • Die Arbeiten sind ortsungebunden und können auch extern durchgeführt werden. Deshalb werden die Seminare auch über Teams durchgeführt, um allen die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Austausch zu geben.
  • Lehrbuch: Wie schreibe ich eine Doktorarbeit? Budrich, Keller, Schmidt, Springer-Verlag, 2. Auflage. Diese Buch wird von den Doktoranden als sehr hilfreich empfunden.
  • Besuch des MHH-Seminars über gute wissenschaftliche Praxis ist zwingend erforderlich. Dieses Seminar ist auch inhaltlich sehr wertvoll und sollte so früh wie möglich besucht werden. Die Kurse sind rasch ausgebucht!
  • www.mhh.de/forschung/gute-wissenschaftliche-praxis/ombudswesen-und-ombudsperson
  • Die MHH-Bibliothek bietet sehr gute Kurse für Literaturrecherche und wissenschaftliches Zitieren an.
  • Gut geeignete Datenbasen: pubmed, google scholar, pubpharm, web of science (clarivate).
  • Der wissenschaftliche Anspruch der theoretischen Arbeiten ist sehr hoch und wird oft unterschätzt.
  • Die Datendokumentation erfolgt vornehmlich in Excel-Arbeitsmappen (leichter Transfer via email möglich). Ein „Laborbuch“ im klassischen Sinne ist nicht erforderlich und nicht sinnvoll.
  • Arbeiten erfordern hohes Maß als Selbstmotivation, Struktur und Zeiteinteilung (keine externe Kontrolle
  • Regelmäßige eigenständige Rückmeldung des Doktoranden über den aktuellen Stand der Arbeit und Probleme wird erwartet. Ein „Vorsichhinmuckeln“ ohne Rückmeldung Ihrerseits ist nicht zielführend.
  • Zeitaufwand für Doktorarbeiten wird oft unterschätzt; ein Freisemester (oder sogar zwei) sehr empfehlenswert. Dies erhöht die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss der Arbeiten erheblich.
  • Achtung Studenten, die als Offiziersanwärter für die Bundeswehr studieren: Seit Neuestem können Sie bei der Bundeswehr einen „Antrag auf Gewährung eines studienorganisatorischen Zusatzssemesters für Promotionszwecke“ beantragen (Bw-5753/08.22).
  • Fortschritt wird in regelmäßigen Doktorandenseminaren überprüft. Diese finden als Online-Veranstaltungen via teams statt. Der Besuch der Teams-Seminare ist für alle wichtig (Methodik, Ideen, Inspiration, Vergleich). Wer nicht an den Seminaren teilnimmt, bringt sich um die Chance, seine eigene Arbeit voranzubringen. Dies wird von einigen Doktoranden zu spät oder überhaupt nicht erkannt; mit Konsequenzen für die Fertigstellung der eigenen Arbeit. Außerdem haben die Seminare den Charakter eines „Studium generale“. Dies wird von vielen Doktoranden massiv unterschätzt.
  • Es ist auch eine Frage der Höflichkeit und des Respektes, bei allen Doktorandenseminaren anwesend zu sein, wenn immer es geht. Die Seminare (immer Mittwoch 15:30 Uhr bis maximal 18:30 Uhr; 60 Minuten pro Doktorand) sind die Hauptplattform des persönlichen Austausches. Jeder Doktorand möchte bei seiner Präsentation ein großes Publikum haben und Feedback bekommen. Das geht aber nur, wenn jeder auch an den Seminaren der anderen Doktoranden teilnimmt. Wer nur zu seinem eigenen Seminar kommt, handelt egoistisch und verpasst zugleich wesentliche Fortbildungsmöglichkeiten. Seminare anderer Doktoranden können die eigene Arbeit sehr inspirieren!
  • Bitte checken Sie im Vorfeld die Funktionsfähigkeit von Teams und timen Ihr Seminar exakt auf 30 Minuten.
  • Wissenschaft ist nie „fertig“. Gerade nach dem Seminar und während des Schreibprozesses ergeben sich häufig Änderungen im Fokus und zusätzliche Fragestellungen. Dies ist integraler Teil des wissenschaftlichen Prozesses. Auch dieser wichtige Punkt wird nicht von allen Doktoranden als essenziell erkannt, ist aber das Gegenteil von „Schikane“. Es ist ein wohlmeinender interner Peer review. Je besser eine Arbeit intern vorbereitet ist, desto leichter durchläuft sie den externen Peer review. Man spart also langfristig viel Zeit, wenn man meine Ratschläge ernst nimmt und auch umsetzt.
  • Ebenso Teil des wissenschaftlichen Prozesses ist die Revision (Überarbeitung) von Manuskripten. Es ist nicht unüblich, dass es 5-10 Revisionsrunden gibt, ehe eine Publikation tatsächlich einreichungsfähig ist. Je besser einer Arbeit vor der Einreichung ist, desto rascher geht der Peer-Begutachtungsprozess. Wundern Sie sich also nicht, dass ich gerade in der Endphase des Schreibens „pingelig“ werde.
  • Etliche Doktorarbeiten sind miteinander thematisch und methodisch verwandt. NIEMALS gebe ich jedoch als „Muster“ die Originaldaten oder die Präsentation einer Doktorarbeit an andere heraus. Jeder muss seine eigenen Daten erheben.
  • Es ist zwingend erforderlich, die ppt-Folien Ihres Seminars vorher mit mir abzusprechen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Seminare ohne vorherige Absprache mit mir bei weitem nicht so gut gelingen wie vorher abgesprochene Seminare.
  • In Seminaren ist obligatorisch das MHH-Corporate Design zu verwenden. Als Schrift wir ARIAL (mindestens 16 Punkte) empfohlen. „ppt-Spielereien“ wie bestimmte Folieneffekte und Fonts oder Designs sind in der Wissenschaft überflüssig. Der Folienhintergrund ist bitte weiß.
  • Doktoranden haben eine eigene Chatgruppe (Informationsaustausch bei ähnlichen Themen und technischen Fragen wie Excel, grafische Darstellungen von Daten, Aufbau von Präsentationen). Die in der Doktorandengruppe vorhandene technische und informatische Expertise ist inzwischen sehr umfangreich. Um die Chatgruppe kümmere ich mich nicht.
  • Kommunikation bitte bevorzugt via Email (Reaktionszeit für einfache Anfragen innerhalb von 24 Stunden)
  • Komplexere Vorgänge (Datenanalyse, Durchsicht von Manuskripten etc.) erfordern je nach Umfang und Belastung mit anderen Anfragen einen Zeitraum von 2 Tagen bis zu 3 Wochen.
  • Bitte beachten für alle Emails von Ihnen an mich: Kurz und gut strukturiert (1., 2., 3.,) schreiben. Ich antworte direkt auf jeden relevanten Punkt (in rot oder blau). Bitte bei allen Revisionen von Dokumenten an mich in diesen Dokumenten ALLE Änderungen eindeutig markieren und auf alle Kritikpunkte von mir Punkt-für-Punkte strukturiert eingehen. Dann geht es schneller.
  • Arbeiten können in deutsch geschrieben werden, Übersetzungshilfen wie deepL im Institut vorhanden.
  • Aber: Die Erstellung von Texten in Manuskripten und der Doktorarbeit mit KI wie CHAT-GPT ist bei mir strengstens untersagt! Es ist wissenschaftlicher Betrug und wird entsprechend geahndet. Außerdem lernen Sie bei Benutzung von CHAT-GPT nicht eigenständig zu denken, sondern geraten in eine Abwärtsspirale geistiger Verflachung. Schreiben ist Denken! Wer CHAT-GPT benutzt, betrügt und bringt sich selbst um die Freude am selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten.
  • Umfang einer Doktorarbeit sollte 60 Seiten nicht überschreiten. Monographien in deutscher oder englischer Sprache mit der Originalpublikation im Appendix werden als Format bevorzugt
  • Bei manchen Doktorarbeiten ist es möglich zwei Publikationen zu erreichen. Hier bietet sich das Format der „Publikationspromotion“ an.
  • Beste Software für Datenauswertung und Erstellung von wissenschaftlichen Grafiken zur Datendarstellung: GraphPad Prism 9.0 (kostenpflichtig). Es gibt auch andere wissenschaftliche Auswerteprogramme, teilweise als freeware (Chatgruppe).
  • Gute Software zur Erstellung von Übersichtsschemata zur Methodik und zu Konzepten: Biorender
  • Anmeldung der Arbeiten erfolgt über das MHH-Promotionsbüro (2-seitiges Formular und 300-Wort-Abstract)
  • Hauptziel der Doktorarbeiten ist das Erlernen kritischen Denkens und Analysierens von wissenschaftlichen „Fakten“ und „Pseudofakten“.
  • Durch die große Anzahl von Doktorarbeiten zu ähnlichen haben sich Mikroarbeitsgruppen entwickelt. Dadurch ergeben sich große Synergieeffekte.
  • Es ist auch möglich, ausgehend von der Doktorarbeit die für das Wissenschaftsmodul MSE_P_522 erforderliche Forschungsarbeit zu entwickeln. In aller Regel handelt es sich dabei um eine Initiative des Doktoranden, der im Rahmen der Doktorarbeit einen interessanten, thematisch abgegrenzten, Bereich zur Bearbeitung identifiziert.
  • Für die historisch orientierten Doktorarbeiten kann das sehr umfangreiches und hervorragend kuratierte Archiv der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT) genutzt werden, das sich an der MHH befindet. Kontakt: Dr. Christine Wolters (wolters.christine@mh-hannover.de)
  • Der Springer-Verlag bietet verschiedene interessante Möglichkeiten an, Dissertationen die mindestens mit der Note sehr gut (magna cum laude) beurteilt wurden, zu veröffentlichen:
    https://www.springer.com/de/autoren-herausgeber/deutsche-publikationen/research
  • Das Problem der Unzugänglichkeit bestimmter wissenschaftlicher Literatur wird dadurch gelöst, dass Artikel NACH der Anmeldung über die MHH-Bibliothek via Fernleihe besorgt werden. Die Nutzung illegaler Zeitschriftenserver ist ein Verstoß gegen die gute wissenschaftliche Praxis und ist explizit von mir NICHT gewünscht und NICHT erlaubt. Solche illegalen Server befinden sich z. B. in Russland.
  • Wie lange dauern die Doktorarbeiten? Diese Frage wird immer wieder gestellt und lässt sind nicht generell beantworten. Nach den bisher vorliegenden Erfahrungswerten dauert es mindestens 1,5 Jahre vom Beginn der Arbeit bis zu einer Publikation in einer Peer-begutachteten Zeitschrift, die Voraussetzung für das Schreiben der eigentlichen Doktorarbeit (Monographie) ist. Einige Doktoranden können die Arbeiten sehr gut 
  • studien- oder berufsbegleitend voranbringen; etlichen gelingt dies jedoch nicht gut. Dann kann es gut sein, dass eine Arbeit seit 2,5 Jahren „läuft“, ohne dass ein Abschluss in Aussicht ist. Die Erfahrung zeigt auch, dass eine „Auszeit“ für eine gut angelaufene Doktorarbeit im Bereich von 6-12 Monaten sehr förderlich ist, um die Arbeit voranzubringen. Eine solche Zeitinvestition ist bisher immer ein Garant für den Erfolg gewesen.
  • Die typische Reihenfolge der einzelnen Schritte bei einer theoretischen Doktorarbeit ist: 1) Definition des Themas. 2) Datensammlung. 3) Datenauswertung. 4) Halten des 30-minütigen Seminars (Einleitung, Fragestellung, Methodik, Ergebnisse, Schlussfolgerungen, Limitationen). 4) Erstellung der Publikation. 5) Erstellung der eigentlichen Doktorarbeit (Dissertation).
  • In einigen Fällen ergibt es sich bei den Doktorarbeiten, dass nicht nur eine Peer-begutachtete Publikation entsteht, sondern zwei oder drei Publikationen In diesen Fällen bietet sich eine sogenannte Publikationspromotion an: Die entstandenen Publikationen stellen das Herz der eigentlichen Doktorarbeit dar und werden von kurzen allgemeinen Einleitungs- und Diskussionstexten umrahmt.
  • Thema Gendern: Dieses wird in den Doktorarbeiten von mir explizit NICHT gewünscht. Wissenschaft ist dem Prinzip der Parsimonie (Ocam’s razor) verpflichtet. Durch Gendern wird eine neue Kategorie eröffnet, die überflüssig ist, wenn sie nicht explizit mit wissenschaftlichem Inhalt gefüllt wird. Erwünscht ist der Gebrauch generischer Begriffe (z. B. die Person, das Mitglied, der Freund), was die Lesbarkeit verbessert. Mit einem Disclaimer im Vorwort wird dargelegt, dass generische Begriffe alle Geschlechter umfassen. Wo es bedeutsam ist (z. B. Vergleich Männer versus Frauen), werden Geschlechter explizit genannt. Es gibt praktisch keine konsistent gegenderten Texte. Die Verständlichkeit und Lesbarkeit wissenschaftlicher Texte verschlechtert sich durch Gendern und richtet automatisch den Fokus auf das Aufspüren von „Gender-Fehlern“, was die Regel ist. Außerdem erschwert das Gendern das Schreiben wissenschaftlicher Texte von Autoren, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Dieser großen und für unsere Gesellschaft wichtigen Gruppe von Autoren sollte die sprachliche Integration nicht unnötig erschwert werden.


Publikation (mit peer review in Englisch in internationaler Fachzeitschrift) ist das OGLIGATORISCHE Ziel jeder theoretischen Promotion zur Erzielung von Akzeptanz. Zieljournal ist z. B. Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology (open access-Publikationsmöglichkeit). In aller Regel gibt es nur zwei Autoren auf der Publikation; Doktorand + Doktorvater. Beispiele für innerhalb ca. 6 (!) -24 Monaten realisierte Projekte:

  1. Zehetbauer R, von Haugwitz F, Seifert R (Genderforschung): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34622307/
  2. Ellerbeck R, Seifert R (TATORT-Vergiftungen): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35970967/
  3. Dats LB, von Haugwitz F, Seifert (Bibliometrie, Pharmakologie-Geschichte): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36280660/
  4. Borchert  M, Seifert R (TATORT 2019-2021): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36877268/
  5. Obst C, Seifert R (AVR-Analyse Kinase-Inhibitoren): https://link.springer.com/article/10.1007/s00210-023-02475-9
  6. Arning A, Seifert R (Software-gestützte Analyse der Verständlichkeit von Beipackzetteln) Deutsches Ärzteblatt (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37767580/)
  7. Trabert M, Seifert R (Analyse von Ginkgo-Präparaten als Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel) Naunyn-Schmiedebergs Arch Pharmacol (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37470803/)
  8. Specht T, Seifert R (Entwicklung einer open-access Software zur Analyse von Studien auf clinicaltrials.gov) (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37870580/)
  9. Keuper L, Seifert (Analyse von Arzneimittelwerbung in der Apotheken Umschau) (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37792047/)
  10. Zöllner H, Seifert R (Gender-Analyse des „Biospektrum“) (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37776381/)
  11. Khosravi M, Seifert R (Analyse von klinischen Studien zu Curcumin) (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37966571/)
  12. Misera N, Seifert R (Analyse des „obsoleten“ Arzneistoffs Curcumin in Lehrbüchern) (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38103060/)
  13. Leemhuis H, Seifert R (Analyse des deutschen Homöopathika-Marktes)
  14. Rathmann M, Seifert R (Vitamin A als Nahrungsergänzungsmittel)

Diese 14 Arbeiten sind auch exzellente Modelle für den allgemeinen Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten; insbesondere für Methodenteil, Gestaltung von Abbildungen, korrekte Zitierweise und die Gestaltung von elektronischen Supplements. Bitte diese Arbeiten UNBEDINGT als MUSTER für die eigenen Arbeiten nutzen! Viele Fragen lassen sich durch diese Arbeiten klären! Vier der oben genannten Projekte wurden studienbegleitend durchgeführt. Ein Projekt wurde mit einem Freisemester abgeschlossen; zwei weitere mit zwei Freisemestern. Ein Projekt wurde im Rahmen des digistrucmed-Programms durchgeführt. Es gibt also sehr unterschiedliche Wege, die zum Erfolg führen.

 

NUR VOLLSTÄNDIGE Bewerbungen

EIN einziges pdf-Dokument (< 5 MB) mit Unterlagen in dieser Reihenfolge:

  1.  Aussagekräftiges und überzeugendes Motivationsschreiben für EIN SPEZIFISCHES THEMA
  2. Realistischer Zeitplan (am besten in Form einer Tabelle oder eines Zeitstrahls), der das Verfassen der Publikation mit integriert
  3. Tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
  4. Zeugnisse (Abitur, Studienleistungen, Berufsausbildungen)

bitte per E-Mail (seifert.roland(at)mh-hannover.de) an:

Prof. Dr. med. Roland Seifert
Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Pharmakologie, OE 5320
Geb. J06, Ebene 3
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Tel.: 0511-532-2805

ACHTUNG, WICHTIGE HINWEISE:

  1. Die theoretischen Doktorarbeiten sind sehr kompetitiv geworden. Wegen der sehr großen Nachfrage werden Themen nur an Doktoranden vergeben, die sofort mit der Arbeit beginnen. Sind nach 8 Wochen keine ersten Ergebnisse vorhanden oder erfolgt keine Rückmeldung über etwaige Probleme, wird das Thema entzogen und in den allgemeinen Themenpool zurückgegeben. Eine „Reservierung“ von Themen ist grundsätzlich nicht möglich. Falls nach der typischen initialen „Enthusiasmus-Phase“ kein weiterer Fortschritt in der Arbeit erkennbar ist, wird sie nach spätestens 6 Monaten entzogen und in den Themenpool zurückgegeben, es sei denn, dass eine stichhaltige Begründung vorgelegt wird. Überlegen Sie sich also im Vorfeld sehr gut, ob Sie mit einer theoretischen Doktorarbeit beginnen möchten. Es ist alles andere als „easy“ oder ein „Ruhekissen“. Ich monitore den Fortschritt der Arbeiten sehr engmaschig.
  2. Innerhalb von 8 Wochen nach Vergabe der Doktorarbeit muss diese mit vollständigen Unterlagen (inclusive Abstract) beim Promotionsbüro angemeldet sein. Senden Sie bitte unaufgefordert die Unterlagen an mich zur Durchsicht.
  3. Unaufgeforderte regelmäßige Rückmeldung von jedem Doktoranden im 8-Wochen-Turnus ist zwingend erforderlich. Bei Nichteinhaltung dieses Turnus ohne stichhaltige Begründung wird das Doktorarbeitsthema wieder entzogen.
  4. Es ist ein großes Privileg, eine fokussierte theoretische Doktorarbeit mit einem „coolen“ Thema durchführen zu dürfen. Ein einmal vergebenes Thema steht aus Gründen der guten wissenschaftlichen Praxis NICHT mehr für andere Doktoranden zur Verfügung, bis es zurückgegeben wurde. Es wird daher erwartet, dass jeder Doktorand, der seine Arbeit (aus welchen Gründen auch immer) aufgeben möchte, dies sofort tut und nicht erst nach langer Latenzzeit. Dies ist unprofessionelles und unkollegiales Verhalten.

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Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin Pharmakologie und Toxikologie

Die Weiterbildungszeit zum Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie beträgt 5 Jahre.

Weiterbildungsbefugt sind Prof. Dr. med. Roland Seifert (Institut für Pharmakologie) und Prof. Dr. med. Ingo Just (Institut für Toxikologie).

Links zum Download:

Fachpharmakologe/Fachpharmakologin DGPT

Link zur DGP-Seite

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