Klinikbetrieb läuft dank Notfallmaßnahmen und Feuerwehr stabil: Ein Ausfall der zentralen Kälteversorgung brachte die Gebäudetechnik der MHH an ihre Grenzen.
Die Notaufnahme der MHH verzeichnete kein erhöhtes Patientenaufkommen – die Versorgung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Copyright: Inka Burow/MHH
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat sich auf die extreme Hitze vorbereitet. Mit dem Ausrufen der Warnstufe 2 durch den Deutschen Wetterdienst wurden die entsprechenden Maßnahmen des MHH-Hitzeschutzplans aktiviert. Dennoch ist es am Samstagabend zu einem Ausfall der sogenannten Großkälte gekommen. In der Folge kam es zu einer Überlastung der Notklimaversorgung des Rechenzentrums.
Die Krankenhauseinsatzleitung hat die Feuerwehr Hannover alarmiert, um die Gebäudetechnik bei der Kühlung zu unterstützen. Die MHH war vorübergehend von der Notfallversorgung abgemeldet. Dennoch konnten alle Notfälle, die nur in der MHH behandelt werden können, versorgt werden. Die Patientenversorgung in der MHH war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Patientenaufkommen in der Notaufnahme auf üblichem Niveau
In der Notaufnahme wurde bislang kein deutlicher Anstieg hitzebedingter Fälle verzeichnet. Das Patientenaufkommen liegt auf dem für die Sommermonate üblichen Niveau. Eine deutliche Zunahme an Notfällen gibt es weiterhin präklinisch: Es gibt vermehrt Rettungseinsätze wegen Dehydrierung und weiterer hitzebedingter Erkrankungen, sowohl im privaten Bereich als auch in Heimen.
Das steht im MHH-Hitzeschutzplan
Auf mögliche Belastungen durch hohe Temperaturen ist die MHH stets vorbereitet. Der MHH-Hitzeschutzplan basiert auf den Empfehlungen des Musterschutzplans des Bundesministeriums für Gesundheit. Er ist Teil der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung (KAEP), also des Notfallplans der MHH und unterliegt der kontinuierlichen Anpassung.
Der MHH-Hitzeschutzplan beinhaltet grundsätzlich vorzubereitende Maßnahmen für den Sommer, Maßnahmen während der Sommermonate und angepasste zusätzliche Maßnahmen in Abhängigkeit der Warnstufen.
Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem:
- organisatorische und medizinische Schulungen der Mitarbeitenden, Aufklärung online, Schulungen im Rahmen der EVA-Schulungen (speziell im Sommer; EVA steht für ErstVersorgungsAusstattung)
- Infoflyer für Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten, Linksammlung
- angepasste Personalplanung
- angepasste Medikamentenlagerung
- angepasste Getränkeversorgung
- zusätzliche Patientenaufklärung
- angepasste medizinische Überwachung besonders risikogefährdeter Patient:innen
- grundsätzlich Anpassung der Behandlungspraxis, der Personalkonzepte
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Text: Stabsstelle Kommunikation