Aus der MHH

PJ-Preis 2026 Innere Medizin geht erstmals an die MHH

Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie erhält Auszeichnung für besonderes Engagement in der Ausbildung.

Eine Gruppe Mediziner freut sich.

Freuen sich über den PJ-Preis (v.l.): Klinikdirektor Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Zuzana Boße, die PJler Lukas Fehlau und Julius Egge, Prof. Dr. Klaus Stahl (hinten) und die PJlerinnen Xenia Röder und Moana Witte (vorn). Copyright: Bettina Dunker/MHH

Die hohe Qualität der Ausbildung im Praktischen Jahr (PJ) in der Inneren Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und hier im Besonderen in der Gastroenterologie kommt bei den Medizinstudierenden gut an. Für ihr PJ im Pflichttertial Innere Medizin hat die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie erstmals den PJ-Preis 2026 erhalten. Mit dieser Auszeichnung würdigen die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), die Fachschaften sowie die Ethimedis GmbH jedes Jahr besonderes Engagement in der Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte.

Der Einführungstag mit praktischen Übungen zu Beginn sowie das persönliche Vorstellungsgespräch mit dem Chefarzt vermitteln den Studierenden schon früh den Eindruck, dass sie nicht nur aushilfsweise mitlaufen, sondern bewusst und nach ihren individuellen Wünschen eingearbeitet werden. Das setzt sich im klinischen Alltag fort. Mit zwei bis drei PJ-Studierenden pro Tertial bleibt in der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie ausreichend Zeit für individuelle Betreuung durch das ärztliche Personal. Zudem findet im PJ Innere Medizin an der MHH täglich eine Stunde PJ-Unterricht statt, am Freitagnachmittag bleibt Zeit für einen Lehrblock, und es finden regelmäßig Frühbesprechungen mit Vortrag sowie wissenschaftliche Seminare statt.

Wertschätzung und gut strukturierte Abläufe

Die positiven Rückmeldungen von PJ-Studierenden, die über den Klinik-Checkup gemeldeten Ausbildungsdaten und die eingereichten Unterlagen über den gut strukturierten Ablauf der Ausbildung zukünftiger Ärztinnen und Ärzte in der Klinik überzeugten die Jury, den bundesweit verliehenen Preis an das Team der MHH-Gastroenterologie zu verleihen. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung der praktischen Ausbildung in unserer Klinik“, erklärt Klinikdirektor Prof. Dr. Heiner Wedemeyer. „Uns ist es wichtig, dass die Studierenden die außergewöhnliche Vielfältigkeit der Fächer Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie inklusive Transplantationsmedizin, GI-Onkologie und Ernährungsmedizin kennenlernen und von Anfang an in den Klinikalltag eingebunden werden.“ Das geht nur mit einer guten internen Struktur, Organisation und Kommunikation. Dafür setzt sich das ganze Klinikteam ein. „Wir leben Lehre und planen sie selbstverständlich mit in den Klinikalltag ein“, bestätigt Prof. Dr. Klaus Stahl, Leiter der Endoskopie der Klinik und PJ-Beauftragter. Er steht den Studierenden im Praktischen Jahr als Ansprechpartner zur Verfügung, koordiniert die Einteilung in verschiedene Bereiche innerhalb der Gastroenterologie und setzt sich dafür ein, dass die Studierenden feste Abläufe und Ansprechpersonen haben.

Dieses besondere Engagement können die derzeitigen PJler der Klinik bestätigen. „Wenn wir auf die Station oder in einen bestimmten Bereich kommen, werden wir direkt begrüßt und nach einem vorgegebenen Plan mitgenommen“, erzählt MHH-Student Julius Egge. Das sei nicht selbstverständlich. Die hohe Wertschätzung der Studierenden weiß auch PJlerin Moana Witte zu schätzen: „Trotz stressigem Klinikalltag schafft es das sympathische Team, uns aktiv in die Abläufe einzubinden und nebenbei ärztliche Fertigkeiten und Wissen zu vermitteln.“

Acht Wochen in der „Gastro“

Das PJ in der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie ist eine Rotationsmöglichkeit innerhalb des Pflichttertial Innere Medizin. Die Studierenden verbringen hier acht Wochen: fünf Wochen auf Stationen sowie jeweils eine Woche in der Sonographie und in der Endoskopie und eine Woche wahlweise in Spezialambulanzen oder auf der Intensivstation. Bei der Organisation der flexiblen Rotation der PJ-Studierenden innerhalb des Zentrums Innere Medizin unterstützt Zuzana Boße, PJ-Koordinatorin des Zentrums Innere Medizin, indem sie die Einsätze der Studierenden plant, koordiniert und den Überblick behält. „Es macht mir viel Spaß, die Klinik in ihrem Engagement zu unterstützen.“

Weitere Auszeichnung für Lehrkrankenhaus der MHH

Das Franziskus Hospital Bielefeld, akademisches Lehrkrankenhaus der MHH, hat über das Online-Bewertungsportal erneut den Preis für das beste PJ-Wahlfach in der Klinik für Anästhesiologie erhalten. Regelmäßig absolvieren Medizinstudierende hier ihr PJ und werden von Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt und PJ-Beauftrager des Krankenhauses, betreut.

Das Praktische Jahr (PJ)

Das Praktische Jahr (PJ) absolvieren alle Studierenden nach Bestehen des zweiten Abschnitts der ärztlichen Prüfung im sechsten Jahr ihres Medizinstudiums. Die Vergabe erfolgt über das PJ-Portal. Zuständig für alle Studierenden, die an einer deutschen Universität immatrikuliert sind und ein PJ an der MHH machen möchten, ist das PJ-Büro der MHH.

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Text: Bettina Dunker