Prof. Dr. med. Dr.-Ing. Michael Marschollek

Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik

Prof. Dr. med. Dr.-Ing. Michael Marschollek

Medizinische Informatik für Patientinnen und Patienten

Für Prof. Dr. med. Dr.-Ing. Michael Marschollek ist Forschung nicht nur eine akademische Aufgabe – sie soll am Ende bei den Patient:innen ankommen und tatsächlich etwas verändern. Genau das macht die Medizinische Informatik für ihn so faszinierend: Die Möglichkeit, mit datenbasierten Innovationen und Informatikwerkzeugen einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu leisten.

Als Institutsleiter setzt er auf sinnvolle Prozessunterstützung und einen verantwortungsvollen, wertorientierten und gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Nie um der Technik willen, sondern immer mit klarem Nutzen für die klinische Praxis oder die Forschung. Besonders stolz ist er auf die Arbeiten im CAIMed-KI-Zentrum, in dessen Rahmen u.a. innovative, auf künstlicher Intelligenz basierende Lösungen zur Entscheidungsunterstützung der in der Kinder-Intensivmedizin oder der Krebsfrüherkennung entwickelt werden, sowie auf den Studiengang Biomedizinische Datenwissenschaften. Beide Beispiele verdeutlichen, wie die Verbindung von Medizin, Daten und Informatik neue Impulse für Forschung, Lehre und die medizinische Versorgung setzen kann.

Seine Vision ist klar: Gute Rahmenbedingungen schaffen, administrative Hürden abbauen und Raum für kreative und vor allem interdisziplinäre Forschung schaffen. Flache Hierarchien, vertrauensvolle Zusammenarbeit und Offenheit für neue Ideen sind die Grundlage für Innovation. „Ich lerne bei jedem Projekt und jeder studentischen Arbeit, die ich lese, etwas dazu“, sagt er – ein Zeichen für die kontinuierliche Neugier, die seine Arbeit prägt.

Von der klinischen Praxis in die Forschung in der Medizinischen Informatik und der Künstlichen Intelligenz. Forschung, internationale Kooperationen und die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften gehören für ihn zum Kern der Medizin von Morgen. Denn: Wirkung entsteht dort, wo Wissenschaft, Technik und Menschlichkeit in verantwortlicher Weise zusammenfinden.