EVA-WEITBLICK: Evaluation der Implementation und Effektivität der Rahmenstrategie für schulische Gesundheitsförderung WEITBLICK
Laufzeit 09/2023 - 11/2026
Förderer
Verband der Privaten Krankenversicherer (PKV)
Projektleitung und -koordination
Prof. Dr. Ulla Walter (Projektleitung)
Dr. Dominik Röding (Projektkoordination)
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
Ricarda Brender: 01/2024 bis 06/2024
Lea Decker: 01/2024 bis 05/2026
Marie Lenz: seit 09/2023 (mit Unterbrechung Mutterschutz/Elternzeit)
Sibel Ünlü-Reske: 01/2024 bis 03/2025
Isabell von Holt: seit 06/2024
Hilfskraft / Masterandin
Anna Brager: 07/2025 bis 06/2026
Rebecca Brandner: seit 05/2026
Praxispartner
Ziel der Studie ist die Evaluation der Implementation und Effektivität von WEITBLICK. WEITBLICK ist eine Rahmenstrategie für schulische Gesundheitsförderung, die Schulen befähigt, (1) ihre schulspezifischen Präventionsbedarfe valide zu ermitteln sowie (2) zu dieser Bedarfsermittlung passende nachweislich wirksame Maßnahmen aus dem Evidenzregister Grüne Liste Prävention auszuwählen, (3) zu implementieren und zu (4) monitoren. Damit dies gelingt, bauen die Schulen zunächst ihre Präventionskapazität (z.B. Präventionswissen, intersektoraler Kooperationen für Prävention, integrierte Gesamtstrategie, Partizipationsmöglichkeiten) aus. Die zentralen Fragestellungen der Evaluationsstudie sind: (1) In welchem Grad gelingt es den Schulen WEITBLICK zu implementieren? (2) Welche Faktoren beeinflussen die Implementation? (3) Inwiefern verbessert WEITBLICK präventionsspezifische Kapazitäten der Schulen? (4) Inwiefern erhöht WEITBLICK die Anzahl implementierter evidenzbasierter Maßnahmen sowie die Anzahl der damit erreichten Personen? (5) Inwiefern verbessert WEITBLICK die Umsetzungsqualität von Präventionsmaßnahmen? (6) Inwiefern verbessert WEITBLICK Risiko- und Schutzfaktoren für Gesundheitsverhalten sowie Gesundheitsverhalten selbst? Datenbasis der Evaluation bildet eine prospektive kontrollierte Längsschnittstudie, für die etwa 70 bis 150 Schulen gewonnen werden. Pro Schule werden (1) ca. zehn School Key Informants (z.B. Schulpersonal, Schüler- und Elternvertreter) zur Präventionskapazität ihrer Schule befragt, (2) alle Personen, die an der Schule Präventionsmaßnahmen durchführen, werden zur Umsetzungsqualität und Reichweite der Maßnahmen befragt und es werden (3) Schüler zu Gesundheitsverhalten sowie zu Risiko- und Schutzfaktoren für Gesundheitsverhalten befragt. An Schulen, die WEITBLICK einführen, wird zusätzlich das dafür verantwortliche Team zur Implementation befragt. Für die Analysen werden die die Daten dieser Befragungen zusammengeführt und aufeinander bezogen ausgewertet (z.B. Multi-Level- und Mediations-Analysen). Dies ermöglicht, Schulentwicklungsprozesse kausalanalytisch zu untersuchen.
Publikationen
Röding D, von Holt I, Decker L et al (2026). „Capacity building“ an Schulen – Schullevelanalysen zur Effektivität der Intervention WEITBLICK. Präv Gesundheitsf (2026). https://doi.org/10.1007/s11553-026-01352-6
Röding D, Lenz MC, von Holt I, Decker L, Walter U (2025). Einflussfaktoren der Implementation von Präventionsstrategien – Validierung eines Messinstruments für den Schulkontext. Präv Gesundheitsf (2025). https://doi.org/10.1007/s11553-025-01208-5
Röding D, von Holt I, Lenz MC et al (2026). Study protocol of a quasi-experimental evaluation of the school-based prevention system Weitblick, 07 August 2025, PREPRINT (Version 1) available at Research Square https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-6367600/v1