Medizinisches Datenintegrationszentrum

Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik

Das Medizinische Datenintegrationszentrum der MHH

Das Medizinische Datenintegrationszentrum der Medizinischen Hochschule Hannover (kurz: MeDIC der MHH) ist eine Forschungseinrichtung, deren zentrales Ziel es ist, Daten innerhalb der MHH (wie Arztbriefe, Labordaten, Röntgenaufnahmen oder Gen-Sequenzierungen) strukturiert zusammenzuführen und für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen. Das MeDIC der MHH kooperiert hierzu mit verschiedenen Instituten und Kliniken der MHH und stellt die erforderlichen technischen, rechtlichen und organisatorischen Strukturen bereit, wobei der Schutz der Daten, die Datensicherheit und die informationelle Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten von zentraler Bedeutung sind.

Neben der Zusammenführung lokaler Daten an der MHH ist ein übergeordnetes Ziel, die bereits zwischen den Universitätskliniken etablierte technische Infrastruktur in den kommenden Jahren auszubauen und zu festigen. Dadurch soll der standortübergreifende Austausch von medizinischen Daten weiter gestärkt und vorangetrieben werden, um gemeinsam die Patientenversorgung und die Forschungsmöglichkeiten zu verbessern. Hierfür ist es erforderlich, dass die Daten über den Krankheitsverlauf in den teilnehmenden Kliniken interoperabel sind. Das bedeutet, dass die Daten auf technischer Ebene zwischen den Beteiligten austauschbar sind und auf die gleiche Weise verstanden und interpretiert werden. Die Voraussetzungen und notwendigen Maßnahmen für die Interoperabilität und Austauschbarkeit der Daten werden im Projekt NUM-DIZ standortübergreifend koordiniert und abgestimmt. In diesem Kontext ist das MeDIC der MHH auch in zahlreiche Großprojekte eingebunden und kooperiert mit weiteren Universitätskliniken, dem Deutschen Krebsforschungszentrum sowie anderen Partnern aus Krankenversorgung, Wissenschaft und Industrie.

Das MeDIC der MHH entstand im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MII) als Teil des Konsortiums HiGHmed und ist heute Teil des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) und der Medizininformatik-Initiative (MII).


Kernpunkte

Die Forschung profitiert unmittelbar von der Möglichkeit des standortübergreifenden Austauschs der Daten. Einerseits können Informationen über den Krankheitsverlauf ähnlicher Fälle zu einem Behandlungserfolg beitragen. Andererseits ist es dann möglich, bei sehr seltenen Erkrankungen belastbare Fallzahlen für statistische Analysen zu erhalten und neue Erkenntnisse über die Ursachen und den Verlauf von Erkrankungen zu erlangen. Durch die neuen Möglichkeiten des standortübergreifenden Austauschs von Patientendaten soll auch der Transfer zwischen medizinischer Forschung und Krankenversorgung intensiviert werden.

   

Beispiele aus der Praxis (Use Cases)

Anhand der folgenden vier klinischen Use Cases soll der erwartete Mehrwert der strukturierten Erfassung und des standortübergreifenden Austauschs von Patientendaten für die Versorgung und Forschung gezeigt werden.

RISK PRINCIPE (Infektiologie)

In diesem Use Case wird ein automatisches Frühwarn- und Clustersystem zur Erkennung von Häufungen von Infektionen mit multiresistenten Erregern entwickelt.

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ACRIBiS (Kardiologie)

Durch die Kombination harmonisierter Dokumentationen sollen Modelle zur individuellen Risikoabschätzung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessert werden.

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CALM-QE (Kinderpneumologie)

Ziel ist hier, Patientinnen und Patienten mit Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung besser diagnostizieren und individuell behandeln zu können.

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PM4Onco (Onkologie)

Auf der Basis unterschiedlichster harmonisierter Daten sollen erfolgreichere Ansätze für eine individuelle Krebsbehandlung abgeleitet werden.

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Leitung des Forschungsbereichs

Sie interessieren sich für eine Zusammenarbeit oder möchten mehr erfahren? Wir freuen uns über den Austausch mit klinischen und wissenschaftlichen Partnern. Bitte nehmen Sie einfach mit Dr. Matthias Gietzelt Kontakt auf.

   

   

Mitarbeitende

Sarah Ballout
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Mazyar Behnahad
Technischer Mitarbeiter
Christina Demmer
Projektmanagement (MeDIC)
Stefan Franz
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Dr. med. Nicole Hechtel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Nektarios Ladas
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Luca Pommerening
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Alina Rehberg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Merlin-Puck Rietschel
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ruwen Sadocco
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Samed Saroglu
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Nele Schaumann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Kim Katrin Werle
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

   

   

Forschungsdatenmanagement (FDM):

Susanne Sahr
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Kristina Scheuermann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Jan Ulmer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter