Nierentransplantation

Die Nierentransplantation stellt heute ein Standardtherapieverfahren bei terminaler Niereninsuffizienz dar. In engster interdisziplinärer Zusammenarbeit, insbesondere mit den Kollegen der Abteilung Nephrologie an der MHH, wird nach entsprechender Evaluation der Ursache für ein Nierenversagen sowie der Einschätzung des Gesundheitszustandes des potentiellen Empfängers die Durchführung einer Nierentransplantation für alle gängigen Indikationen angeboten. Neben der konventionellen Transplantation eines über die Warteliste vermittelten Organs umfasst dies auch die Lebendspende-Transplantation.

Seit der Durchführung der ersten Nierentransplantation im Jahr 1968 hat sich die MHH als eines der erfahrensten und größten Transplantationszentren in Deutschland etabliert. Eine Besonderheit stellt das gemeinsam mit den nephrologischen Kinderärzten geführte Programm zur pädiatrischen Nierentransplantation dar.

Seit der Jahrtausendwende wurden an der MHH mehr als 3.300 Nierentransplantationen durchgeführt, wovon gut 10% bei Kindern vorgenommen wurden (siehe Grafik). Der Anteil der Lebendspenden in diesem Zeitraum betrug ca. 22%.

Die Anzahl der Nierentransplantationen war 2019 etwas niedriger als 2018
Anzahl der Nierentransplantationen seit dem Jahr 2000. Quelle Prof. Dr. F. Vondran
Abbildung über Anzahl bundesweit, bei der NTX als postmortale Spende liegen an 2. Stelle bundesweit
Der DSO gemeldeten Nierentransplantationen bundesweit. Getrennt nach lebend und postmortale Spende. Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation